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Rolf Pfeifer: Intelligenz - Einheit von Geist, Körper und Umwelt
05/04/06, 20:00

Vortrag

Vortrag von Rolf Pfeifer, Direktor des Labors für künstliche Intelligenz der Universität Zürich. Rolf Pfeifer spricht über die jüngere Entwicklung in seinem Gebiet und erklärt die Thesen aus seinem im November 06 im MIT-Verlag erscheinenden neuen Buch. Artificial Intelligence Forschung versteht Pfeifer dabei auch als eine Grundlagenwissenschaft für das Verständnis des Menschen. Intelligenz, so seine Schlüsselthese, sitzt nicht im Kopf; sie entsteht erst als Resultat der Interaktion des Körpers mit der Umwelt. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe digital brainstorming statt. :digital brainstorming ist ein Netzwerk von: Migros-Kulturprozent, [plug.in] Basel, Kornhausforum Bern, IDK Institut digitale Kultur Solothurn, IBC Internationaler Bodensee Club, Kunstraum Walcheturm Zürich, Neue Galerie Luzern und FLUX-Laboratory Genf.

Die Themen Roboter und Künstliche Intelligenz spuken nicht nur durch die Phantasien von Filmregisseuren und Science Fiction Autoren, sie beflügeln auch die Köpfe von Forscherinnen und Forschern. Sie interessieren sich aber weniger für allmächtige Elektronenhirne im Stil von Stanley Kubricks Visionen, sondern für kleine, autonom handelnde Systeme. Sie können als Nanoroboter im Körperinnern, als Weltraum-Fahrzeuge auf dem Mars oder als Minenräumfahrzeuge in einer Kriegszone oder als Kanalroboter eingesetzt werden.
Unter den Namen, die im internationalen Kontext immer wieder genannt werden, sticht jener von Rolf Pfeifer hervor. Der Wissenschafter – ursprünglich war er Physiker – leitet heute das renommierte Artificial Intelligence Lab an der Universität Zürich. Sein Buch „Understanding Intelligence“ von 2001 ist eines der wichtigsten Bücher in seinem Forschungsbereich geworden. Im Jahr 2003/04 wurde er von der Universität Tokio zum "21st Century COE Professor, Information Science and Technology" berufen. Dort hielt er die erste globale, interaktive, videokonferenzbasierte Vorlesungsserie "The AI Lectures from Tokyo", an welcher Studenten in Tokio, Beijing, Jeddah, Warschau, München und Zürich gleichzeitig teilnahmen.

Rolf Pfeifer spricht über die jüngere Entwicklungen in seinem Gebiet und erklärt die Thesen aus seinem im November im MIT-Verlag erscheinenden neuen Buch "How the body shapes the way we think: a new view of intelligence" (MIT Press, 2006 mit Josh Bongard). Artificial Intelligence Forschung versteht Pfeifer auch als eine Grundlagenwissenschaft für das Verständnis des Menschen. Intelligenz, so seine Schlüsselthese, sitzt nicht im Kopf; sie entsteht erst als Resultat der Interaktion des Körpers mit der Umwelt.