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Oblomov’s Corner II
05/01/02

Präsentation von Marion von Osten

"Oblomov's Corner II" bot zum 1. Mai eine Videolounge zur Repräsentation der Arbeit im amerikanischen Film. Aus einer Auswahl von 70 Filmen unternahm Marion von Osten mit dem Publikum eine kommentierte Reise durch Hollywoods Filmstudios und deren medianaktivistischen GegnerInnen. Zu sehen waren Grossraumbüros, Vorzimmerdamen und "Nine to five"-Angestellte, Blue Collar Jobs, Börsenspekulanten, Liebe am Arbeitsplatz, mafiöse Gewerkschaftsbosse, Billigproduktion von Multinationals in amerikanischen Gefängnissen, Streiks u.v.m. Der Abend verlief in entspannter arbeitsfreier Atmosphäre mit Drinks at the Bar.

Marion von Osten ist Künstlerin, Autorin und Ausstellungsmacherin. Sie studierte zuerst Kunstgeschichte, Philosophie, Literaturwissenschaften an der Universität Bochum und später Malerei an der Akademie der Künste in Karlsruhe. Seit Anfang der 90er Jahre partizipiert sie an internationalen Ausstellungsprojekten zu Technologiekritik, Feminismus und Urbanismus und veröffentlicht Artikel in Kunstzeitschriften und feministischen Periodika (Springerin, Texte zur Kunst, Olympe, Institut für Moderne Kunst Nürnberg). Von 1996 - 1998 war sie Kuratorin an der Shedhalle Zürich und organisierte dort u.a. Projekte wie Sexce, SUPERmarkt, oder MoneyNations. Seit 1999 ist sie Dozentin für Kontextkunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Seit 2001 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Aufbauteam des ith/Institut für Theorie der Gestaltung und Kunst Zürich und organisiert Veranstaltungsreihen, Ausstellungsprojekte und Symposien zum Verhältnis von Kultur, Oekonomie und Geschlechterverhältnissen. Letzte Veröffentlichungen in: "Agenda. Perspektiven kritischer Kunst" (2000) und "Geschlecht und Globalisierung" (2001). Marion von Osten lebt in Berlin und Zürich.